Oft stoßen Ärzte und Pflegepersonal bei der Behandlung einer fortgeschrittenen Alzheimer-Demenz an Ihre Grenzen. Besonders bei Verhaltensstörungen im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung wie Enthemmung, Störung des Schlaf-und-Nacht-Rhythmus, Aggression und Agitiertheit, um nur einige zu nennen.
Demenzen richtig erkennen und behandeln – in der hektischen Routine des Alltags ist es oft nicht einfach, die feinen Unterschiede der verschiedenen Demenzen richtig zu erkennen. Ein Fallbeispiel zur häufigsten Form der Demenz, der Alzheimer-Demenz, soll zeigen, wie man mit gezielter Diagnostik eine klare Einordnung vornehmen kann.
Depressive Begleitsymptomatik bei Schizophrenie
Die 42-jährige, ambulante Patientin leidet seit sechs Jahren an einer paranoid-halluzinatorischen Schizophrenie, die medikamentös derzeit stabil mit Olanzapin 15 mg/d eingestellt ist.
Ein in der Psychiatrischen Institutsambulanz tätiger Psychiater wird zu einem Haus-besuch gerufen.
Junger, männlicher Patient, antriebsgesteigert, deutliches Wahnerleben, V.a. akustische Halluzinationen in Form von kommentierenden Stimmen, Vorbeireden, Gedankenausbreitung. Cannabis-Konsum an den Wochenenden, sonst kein Konsum illegaler Drogen, kaum Alkoholgenuss.
Ein 45-jähriger Mann kommt zum vierten Mal zur stationären Aufnahme. Der aufnehmende Arzt berichtet, dass der Patient von seinem Betreuer überredet wurde, sich erneut in stationäre Behandlung zu begeben.
Komplexes regionales Schmerzsyndrom nach Radiusfraktur multimodal bewältigt
Durch eine multimodale Behandlung mit im Vordergrund stehender Psychotherapie und einer konsequent durchgeführten antidepressiven Pharmakotherapie konnte eine durchgreifende Symptomreduktion bei einer depressiven Patientin mit Alkoholabhängigkeit und Verdacht auf eine PTSD erreicht werden.
Lore Z. lebt verheiratet in einer kleineren Kreisstadt. Sie kam in die Praxis, weil sie anhaltend unter Schmerzen litt. Wie sie berichtet, begann alles 1995, also vor 12 Jahren. Damals war sie 40 Jahre alt. Anfangs waren es nur leichte Verspannungen der Hals- und Nackenmuskulatur. Trotz Wärmebehandlung und Massagen besserte sich der Zustand aber nur wenig. Sie erinnerte sich auch an einen Schiefhals, der sich durch "Einrenken" behandelt ließ.
Elisabeth B. ist 51 Jahre alt und seit 10 Jahren verheiratet. Sie ist Lehrerin an einer Schule für verhaltensgestörte Schüler. Ihr 17 Jahre älterer Ehemann ist seit 5 Jahren Rentner. Nach seiner Pensionierung stellte sich bei ihm eine Herzkrankheit heraus. Er ist zeitweise gehbehindert und pflegebedürftig, weswegen das Versorgungsamt ihm einen Grad der Behinderung von 80 % anerkannt hat.
Ingrid A. ist 50 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Sie arbeitet als Krankenschwester in einem Alten- und Pflegeheim. Bis zu ihrem 49. Lebensjahr war sie beschwerdefrei und bis dahin ohne ernsthafte Erkrankungen. Im letzten Jahr, so berichtet sie, seien vermehrt Rückenbeschwerden aufgetreten, weswegen sie ihren Hausarzt aufgesucht habe.
Rainer M., 55, arbeitet seit 1982 als Hausmeister und Techniker. Nach jahrelanger Arbeit, so berichtet er, leide er seit vier Jahren verstärkt an Rücken- beschwerden. Anfangs nur gelegentlich, nach schwerem Heben und Tragen. Zwischenzeitlich war er längere Phasen beschwerdefrei. Doch nun sei auch noch ein Schwindelgefühl hinzugetreten: "Nun geht gar nichts mehr."
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